Häufige Fragen

Wie lange bleibt eine Eintragung im Schuldnerverzeichnis bestehen?

Die Eintragung ins Schuldnerverzeichnis wird grundsätzlich nach 3 Jahren automatisch gelöscht.

Wie erreiche ich, dass meine Eintragung im Schuldnerverzeichnis vorzeitig wieder gelöscht wird?

Die Eintragung im Schuldnerverzeichnis kann vor Zeitablauf gelöscht werden, wenn Sie dem Zentralen Vollstreckungsgericht nachweisen, dass die Forderung, auf der die Eintragung beruht, vollständig beglichen ist. Da für eine Person mehrere Eintragungen existieren können, müssen Sie bei dem Antrag auf Löschung die Verfahrensnummer angeben. Die Verfahrensnummer wurde Ihnen vom Amtsgericht Hagen durch eine Mitteilung über eine erfolgte Eintragung in das Schuldnerverzeichnis schriftlich übersandt. Diese wird benötigt, damit der Zahlungsnachweis zweifelsfrei zugeordnet werden kann. Gerne können Sie für den Antrag auf vorzeitige Löschung das Formular "Löschungsantrag" verwenden.

Wo muss ich die Löschung meiner Eintragung beantragen?

Fall 1:
Eintragungen im Schuldnerverzeichnis bei den lokalen Vollstreckungsgerichten:

Bis zum 31.12.2017 werden bereits bestehende Eintragungen bei den lokalen Vollstreckungsgerichten (Amtsgericht am Wohnort des Schuldners) weitergeführt. Deren vorzeitige Löschung muss dort beantragt werden.

Fall 2:
Eintragungen im Schuldnerverzeichnis bei dem Zentralen Vollstreckungsgericht:

Über die vorzeitige Löschung entscheidet das für das Bundesland zuständige Zentrale Vollstreckungsgericht.  (Länderliste)

Wie erhalte ich zukünftig ein Vermögensverzeichnis?

Zuständig für die Erteilung von Abschriften aus dem Vermögensverzeichnis ist zukünftig der örtlich zuständige Gerichtsvollzieher. Bei der Gerichtsvollzieherverteilerstelle des jeweiligen Amtsgerichts können Sie Ihren Gerichtsvollzieher in Erfahrung bringen. Die Abschrift eines Vermögensverzeichnisses wird durch den zuständigen Gerichtsvollzieher grundsätzlich nur aufgrund eines Antrages zur Abnahme der Vermögensauskunft unter gleichzeitiger Vorlage der Vollstreckungsunterlagen erteilt.

Was bedeutet "missbräuchliche Nutzung" des Vollstreckungsportals?

Eine missbräuchliche Nutzung des Vollstreckungsportals liegt vor, wenn keine Einsichtsberechtigung gemäß § 5 SchuFV vorliegt.

Ein registrierter Nutzer kann bei missbräuchlicher Nutzung bis zu fünf Jahren oder ganz von der Nutzung des Vollstreckungsportals ausgeschlossen werden.